Die Arbeit am und im Muskel

Die Arbeit am und im Muskel
Jede ausführende körperliche Bewegung ist ein komplexes Zusammenspiel. Ob ein spezielles Gewicht hochgedrückt, oder einfach nur ein kleiner Spaziergang getätigt wird, spielt hier keine Rolle. Jedes Mal müssen zum Ausführen der jeweiligen Bewegung Muskeln kontrahieren und zusammenspielen. Hebt man als Beispiel ein Gewicht hoch über den Kopf, entstehen verschiedene Abläufe. Zu Beginn heben die Muskeln der Schulter (Deltoides) die Arme hoch. Anschließend erreichen die rückseitigen Oberarmmuskeln (Trizeps) durch Kontraktion eine Streckung der Arme.

Betrachten wir einmal die Wirkung der einzelnen Muskelfasern. Die Faser benötigt zur Kontraktion einen Reiz. Setzt dieser Reiz dann aus, beendet die Faser die Kontraktion und erschlafft wieder. Kontrahieren viele einzelne Muskelfasern eines Muskels ergibt sich daraus die Gesamtkontraktion des Muskels. Das Prinzip bei der Kontraktion der einzelnen Fasern verläuft nach dem “Alles-oder-nichts-Gesetz“.. Entweder die Fasern ziehen sich so stark wie möglich zusammen oder sie unterlassen es vollständig. Die Anzahl der Kontraktionen der Fasern ist durchaus begrenzt. Nach einer gewissen Anzahl an Kontraktionen setzten Ermüdungserscheinungen ein. Daraus resultierend nimmt die zu entwickelnde Kraft der Fasern ab.

Bei dem einmaligen Anheben eines Maximalgewichts kontrahiert nur ein geringer Teil der im Muskel befindlichen Fasern. Es hängt im Allgemeinen von drei Faktoren ab, wie viel Gewicht man imstande ist zu heben.:

  1. Die Anzahl der Fasern, die zum Einsatz gebracht werden können.
  2. Die Kraft jeder einzelnen Faser.
  3. Technik.

Der Körper hat bei einem einmaligen Anheben eines Gewichtes nie den Anlass die bereits ermüdeten Fasern auszutauschen, bei einem Gewichtheber ist es das oberste Ziel daher so viele Fasern wie möglich zu aktivieren. Dabei kommt es zu einer eher starken Belastung der Fasern und der Körper passt sich langsam an, indem er sich vor der starken Belastung schützt. Die einzelnen Fasern werden stärker und dicker. Dieses Phänomen nennt sich Hypertrophie.

Trotzdem wird der Gewichtheber bei seiner einmaligen Maximalanstrengung niemals mehr Muskelfasern aktiveren können, als wenn er die Bewegungsabfolge mehrere Male hintereinander tätigt. Natürlich müsste er das Gewicht ein wenig reduzieren. Er trainiert bei der Maximalanstrengung demnach nur einen Teil seiner Muskulatur.

Beim Bodybuilding geht es um das Aussehen des Gesamtkörpers. Hier wird statt einer Maximalanstrengung das Gewicht reduziert und es werden mehrere Wiederholungen ausgeführt.

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